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Lob für den Sensenverein

Hier können Lob und Erfahrungen mit dem Sensenverein angebracht werden.

erwin.zachl

Hallo Meinhard

Ohne Dir wirklich nahe treten zu wollen, muss ich Dir die Frage stellen:
Welcher Affe hat Dich geritten, als Du dieses seltsame Schreiben verfasst hast?

Dir als „erfahrener Sportlehrer“, der den Blick für Bewegung hat, muss aufgefallen sein, dass Lehrfilme immer den erwünschten „Idealzustand“ darstellen. Insofern ist der Bewegungsfilm von Isermann/Lange eindeutig eine Hilfestellung zur Ermittlung des idealen Bewegungsablaufes beim Sensenmähen.

Dabei kommt es nicht in erster Linie auf das Mähen an, sondern auf die Hinführung von völlig Ungeübten auf die Mähbewegung. Langjährige Erfahrung zeigt, dass Schreibtischmenschen ihre Bezüge zu natürlichen Bewegungsabfolgen verlernt haben, bzw. gar nicht erst gelernt haben.

Willst Du etwa das tänzerische, leichte Element beim eleganten Mähen in Abrede stellen?
Oder ist für Dich das Sensenmähen eine extrem mühsame und schweißtreibende Arbeit?
Besonders in der heutigen Zeit, wo Sensenmähen eher eine Freizeitbeschäftigung zum Ausgleich für Bürojobs oder Ähnliches geworden sind?
Oder meinst Du tatsächlich, dass Menschen, die mit einer Sense arbeiten, buckelig und ausgezehrt daherkommen müssen?

Deine Detailkritik ist mitnichten aus Fakten, zum Fördern geschrieben, sondern ausschließlich zum „Runtermachen“ von Ideen zur Erleichterung der Tätigkeit des Mähens mit der Sense.

Zum Filmchen „Sensenmähen auf Bergmähdern“: Wo hast Du dort den Hinweis gesehen, dass dies ein Lehrfilm wäre? Hättest Du genau hingesehen, hättest Du bemerken können, dass dieses Werk von einem Menschen gemacht (und auch geschnitten) wurde, der eigentlich keine Ahnung vom Mähkurs hat und lediglich das Geschehen nach spektakulären Elementen zusammengestoppelt hat.

Dieser Film ist weder gekennzeichnet oder besonders ausgewiesen als Lehrfilm fürs Sensenmähen. Er ist eine Dokumentation des ersten Sensenkurses auf dieser Alm und sonst gar nichts!
Ich schätze diesen Film deshalb, weil er die Möglichkeit aufzeigt, dass Menschen aus der Stadt die Möglichkeit haben, auf Almen zu helfen, dass diese Flächen Waldfrei bleiben – und dass sie dabei etwas vernünftiges lernen können.

Ich finde Dein Schreiben als dummes Geschwätz, wobei mir der Sinn des Ganzen verborgen bleibt. Verzeih meine klaren Worte. Ich schätze Dich persönlich als guten Menschen.
Aber wahrscheinlich sind wir uns sehr ähnlich geworden – mit dem Alter – denn auch ich merke zunehmend, dass ich keine Lust mehr habe, immer „diplomatisch“ zu sein, sondern immer mehr ganz direkt mit meiner Meinung vorzupreschen, ohne Rücksicht auf Andere.
Allerdings hättest Du trotz „Altersstarrsinn“ vorher den direkten Weg der Diskussion wählen können, wenn Du nicht die Absicht hattest, einfach nur Zoff zu machen ...

Herzlich der Erwin
Sensenlehrer und Ausbilder
neuer Sensenlehrer und Sensenlehrerinnen
Österreich

Meinhard Spaunhorst

Ergänzung zu meinem o.g. Brief:

Auch in dem Film "Mein Leben auf dem Land" mit Thomas Isermann als Sensenlehrer sieht man bei ihm selbst keine Fuß-streck-dreh-Bewegung beim praktischen Mähen. Warum wird das in "Bewegungsablauf beim Sensen" so intensiv gezeigt???

Meinhard

Meinhard Spaunhorst

Sensenmäh-Lehrfilm von Isermann und Lange

Ein Sensenmäh-Lehrfilm beim Sensenverein: Bravo, na endlich, war ja auch fällig, wenn man kein Geheimnis draus machen will. Als ich ihn ansah, fühlte ich mich an die  Sensenlehrer-Ausbildung bei Erwin erinnert, an seinen ersten Demonstrations-Schnitt mit aufrechter Haltung, Fersenheben und Körperverwringung, wie beim Golf. Diese Bewegung hat er gemacht, um zu zeigen, dass man auch ohne grobe Kraft und Hau-Ruck mähen kann. Leider betont er sie übermäßig, auch in youtube: „Sensenmähen auf Bergmähdern“, aber wenn’s ans Gras geht, im selben Film, lässt er sie fein wegbleiben: Am Hang ist sie rein gleichgewichtsmäßig nicht möglich: Sturzgefahr! Er macht sie beim Fläche-Mähen nicht, und man sieht sie auch in keinem Praktiker- noch Wettkampf-Video, weder bei Peter Vido, Klaus Hofmann, …, noch auf holländischen, amerikanischen, schwedischen, portugiesischen („gadanha“) oder englischen. Auch bei den Präsentationsfotos von Sensenlehrern des Vereins bleibt die Sohle am Boden. Aber: Erste Eindrücke bleiben, besonders bei Anfängern. Der Isermann/Lange-Film ist offensichtlich als Bewegungsanalyse gedacht, weist aber, bei z.T. richtigen Elementen, in die falsche Richtung (Ballett) und schafft besonders Anfängern Koordinationsprobleme. Er erinnert an Trocken-Schwimmübungen vor über 100 Jahren oder Radfahrkurs  auf dem Heimtrainer. Ihm fehlen ganz wesentlich das Werkzeug (Sense) und das Gras, um die Effektivität des Schnitts zu sehen, zur Selbstkontrolle. Dass für Anfänger dann ebenes Terrain mit ca. 15cm hohem Gras oder Weißklee Erleichterung, Erfolgsmomente und Lernfortschritte schafft, ist jedem Sensenlehrer klar.

Kritik soll sachlich die Fakten nennen,  zum Fördern, nicht zum Runtermachen.

(Zum Kritiker: neugieriger Universaldilettant, hat mit 12 Jahren die erste Sense verdengelt, als Diplomsportlehrer einen Blick für Haltung und Bewegung bekommen, an 2 Sensen-WM teilgenommen und dort die Konkurrenz beobachtet und hält nicht erst als SV-Lehrer seit Jahren Kurse.)

 

Meinhard Spaunhorst

 

Eva Rietze

Der Dengel- und Sensenkurs am 13.8.17 mit Gunther Rödel in Dresden war sehr interessant. Wenn man noch nie gedengelt hat, lohnt es sich auf alle Fälle, so einen Kurs zu belegen. Meine Mähfläche zu Hause ist etwa 500 qm groß, und da wird zukünftig kein Freischneider mehr eingesetzt ! Die scharfen Sensen sind wirklich super.